Medizinphysik: Bildgebung und Therapie (M.Sc.)

Wichtig: Informationsveranstaltungen

1. Informationen zum neuen Studiengang:              07.09.17   11:00 Uhr   -   Für alle Studieninteressierten
2. Informationen über den Ablauf des Studiums:    12.10.17   11:00 Uhr   -   Für alle eingeschriebenen Studenten

Beide Veranstaltungen finden im Kleinen Seminarraum der Physik in der Felix-Hausdorff-Str. 6 statt.

Kurzbeschreibung:

In der Vielfalt liegt die Stärke. Das trifft auch auf die Medizinphysik und -technik zu und ist eines der herausragenden Merkmale, die den medizintechnischen Sektor so spannend macht. In kaum einem anderen Bereich müssen so viele unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen Hand in Hand gehen wie hier. Die richtige Kommunikation spielt hierbei eine wesentliche Rolle und reicht dabei vom Theoretiker zum Tüftler, vom Mathematiker zum Mediziner, vom Informatiker zum Ingenieur, vom MRT zum Mensch und vom Physiker zum Patient.

Dabei kommen aus all den genannten Bereichen die modernsten und aktuellsten Technologien zum Einsatz, was die Medizinphysik und -technik zu einem sehr dynamischen und innovativen Arbeitsfeld macht. Diese Technologien sinnvoll zusammenzuführen, ist die aufregende Aufgabe des Medizinphysikers und -technikers. Zu seinen Aufgaben zählt dabei die Verfeinerung von Diagnoseverfahren zur Früherkennung von Krankheiten, die Weiterentwicklung technischer Geräte und Systemen zur Therapie von Krankheiten und die Verbesserung von Methoden zur Förderung der Rehabilitation des Patienten.

Inzwischen zählt die Medizinphysik zu den besonders wachstumsstarken und zukunftsträchtigen Branchen unserer Zeit. Sie ist in der modernen medizinischen Praxis, Forschung und Industrie nicht mehr wegzudenken.

Ziele und Tätigkeitsfeld:

Das erklärte Ziel des Studienganges ist es, den Studenten ein breites Spektrum an Kenntnissen aus dem medizinphysikalischen und -technischen Bereich zu vermitteln und gleichzeitig hervorragende Kenntnisse in einem Spezialgebiet zu entwickeln.

Der Bereich der Magnetresonanztomographie und medizinischen Bildgebung stellt daher eine der Expertisen des Studienganges dar, die in dieser Tiefe an keiner anderen Universität Deutschlands vermittelt wird. Das Verständnis physikalisch-technischer Grundlagen sowie die Einsatzbereiche von Mess-, Diagnose- und Therapieverfahren in der Medizin stellen daher einen Schwerpunkt des Studiums dar. Hierzu zählen auch die nötigen Fertigkeiten in der Programmierung, der Bild- und Signalverarbeitung sowie der numerischen Mathematik.

Um diese Qualifikation durch ein breites Fundament zu festigen, gibt es ausreichende Möglichkeiten, sich in den Bereichen der Sicherheit, Zulassung, Qualitätssicherung, Recht und auch Betriebswirtschaft weiterzubilden. Ferner bietet sich durch das junge Feld der Plasmamedizin, in deren Erforschung die Universität Greifswald eine Vorreiterrolle einnimmt, eine weitere Möglichkeit an, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Vorlesungen hierzu werden bisher an keiner anderen deutschen Universität angeboten.

Nach Erwerben dieser Fähigkeiten werden die Absolventen in der Lage sein sich in folgenden Bereichen zu etablieren:

  • Forschung, Entwicklung, Planung und Qualitätssicherung in der Biomedizinischen Technik

  • medizinische und pharmazeutische Forschung und Entwicklung

  • Qualitätssicherung, Sicherheit und technischer Support in der klinischen Diagnostik und Therapie

  • Fortbildung, Beratung und Kundenservice im Medizintechniksektor

  • Zulassung und Patentierung von Medizintechnikprodukten

  • Firmenausgründungen im Bereich Medizintechnik

Darüber hinaus sind den Absolventen auch Einsatzfelder in einem breiteren physikalisch-technischen, ingenieurwissenschaftlichen und informationstechnischen Bereich zugänglich. Außerdem ist eine zusätzliche Qualifikation als Medizinphysiker mit Fachanerkennung im medizinischen Strahlenschutz möglich.

Der Studiengang Medizinphysik: Bildgebung und Therapie führt nach einer Regelstudienzeit von vier Semestern inklusive der Masterarbeit zum Hochschulabschluss Master of Science (M.Sc.).

Inhalte des Studiums

Das Studium setzt sich aus den folgenden Teilgebieten zusammen:

  1. Medizinische Bildgebungs- und Therapieverfahren

  2. Physik

  3. Mathematik/Informatik

  4. Medizin/Physiologie

  5. Gesundheitswirtschaft

Die zu erbringenden Leistungspunkte teilen sich folgendermaßen auf die genannten Bereiche auf:

  • 27.5% sind Pflichtveranstaltungen aus dem ersten Teilgebiet.

  • 43.3% können frei gewählt werden aus den Teilgebieten 1-5.

  • Die Masterarbeit wird gewichtet mit 25%.

  • Außerdem muss ein Betriebspraktikum absolviert werden, das zu 4.2% eingeht.

Zwei mögliche Musterstudienpläne sind unten aufgeführt.

Die Studieninhalte werden insbesondere in Vorlesungen (V), Seminaren (S), Übungen (Ü) und Praktika (P) angeboten. Der Studiengang ist in das Forschungsumfeld der Medizin am Naturwissenschaftlichen Campus eingebunden, so dass zur Ergänzung Hospitationen und ein Betriebspraktikum in der Universitätsklinik vorgesehen sind. Die Studierenden erwarten effektive Lernmethoden mit Betreuung in kleinen Gruppen.

Masterarbeiten können sowohl in Kooperation mit dem Institut für Physik, dem Universitätsklinikum als auch dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. angefertigt werden.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Belegung dieses Studiengangs ist ein Hochschulstudium mit Bachelorabschluss in Physik, Mathematik, Elektrotechnik, Biomedizinische Technik, Informatik oder Medizininformatik mit Interesse für die fachübergreifenden Naturwissenschaften.

Studienberatung

Kontakt

Peter Arlinghaus

Felix-Hausdorff-Str. 6
17489 Greifswald
pa166187(at)uni-greifswald(dot)de

Leitende Dozentin

Prof. Dr. Anke Henning

Felix-Hausdorff-Str. 6
17489 Greifswald

Telefon: +49 3834 420 4743
Telefax: +49 3834 420 4701
anke.henning(at)physik.uni-greifswald(dot)de

Einschreibung und Fristen

Frist 1: 31.07.2017–25.08.2017
Frist 2: 11.09.2017–29.09.2017

Der Studiengang wird zum Start des WS17/18 noch nicht akkreditiert sein. Die Einschreibung erfolgt daher formal zunächst in den Master Physik. Im Laufe des Semester findet dann der Wechsel in die Medizinphysik statt. Weitere Informationen unter Studienberatung.

Dokumente

- Prüfungsordnung 2017 (noch nicht verfügbar)